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Urlaubsinfos » Lebendige Geschichte
 
» Triftkanäle in Haidmühle
  Das Holz spielte, trotz gedrückter Preise, auch früher schon eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft. Nach Abzug des örtlichen Brennholzbedarfs wurden allein aus den Staatswaldungen ca. 30.000 Klafter Brennholz, etwa 100.000 Raummeter, im Werte von 80.000 Gulden vorwiegend für den Bedarf der Stadt Wien erzeugt. Der Fällungs- und Beifuhrlohn bis zu den Triftbächen wird mit 25.000 Gulden beziffert. Es handelte sich vorwiegend um Fichtenholz und teilweise Buchen-, Tannen- und Eichenholz. Erst durch den Ausbau der Bäche, der Anlegung künstlicher Gräben usw. wurde die Trift des Holzes möglich. Dies war die einzige Möglichkeit, das überschissige Holz an die Verbrauchszentren zu verfrachten und dabei noch einen bescheidenen Gewinn zu erwirtschaften.
Eine Eigenart der Landschaft stellen die zahlreichen Wasserscheiden dar. Die bekannteste ist wohl die durch einen großen Stein auffällig gemachte bei Philippsreut. Das nach Norden fließende Wasser wird von der Moldau gesammelt und fließt mit der Elbe in die Nordsee, das nach Süden und Westen fließende sammeln letztlich Ilz, Erlau und Große Mühl, führen es in die Donau und helfen, das Schwarze Meer füllen.
Zur Moldau gehören die Einzugsgebiete der Gewässer: Kreuzbach, Mirasat, Kalte Moldau (oder Altwasser), Köhlbach, Weberaubach, Goldgrubenbach und Rothbach; im Norden auf dem Umweg über die Grasige Moldau der Schwarzbach und das Wagenwasser.
Einmal wurde die Wasserscheide mit einer Meisterleistung überlistet mit dem Bau der Kreuzbachklause und dem zugehörigen Triftkanal, der das der Moldau gehörige Dreisesselwasser in den Osterbach und damit in die Ilz brachte. Der Kanal ist größtenteils verfallen, und der Kreuzbach fließt jetzt wieder der Moldau zu.

Führungen im Zuge des KuLaMu:
sh. Veranstaltungen
 
» Kontakt:
  Tel. 0 85 56 / 1 94 33
 
» Internet:
  www.dreilaendereck-bayerischer-wald.de
 
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