Traditionelles Handwerk
Für die Herstellung von Holzdrähten, also langen, dünnen Holzstäben, benötigt man einen besonderen Hobel, dessen Eisen mehrere, scharfkantige Löcher hat. Die Löcher sind entsprechend der gewünschten Dicke und des Profils des Holzdrahtes geformt. Mit diesem Hobeleisen hobelt man dann von astfreiem, spaltbarem Fichten- oder Tannenholz den Holzdraht in der gewünschten Länge, unter Umständen bis über 5 Meter ab. Während bei reiner Handarbeit nur Eisen verwendet werden können, die gleichzeitig nur 2 oder 3 Holzdrähte abgeben, kommt man durch maschinelle Hilfseinrichtungen auf etwa die doppelte Menge. Ein geübter Holzdrahthobler erreicht eine tägliche Produktion von etwa 30 Bündel zu ca. 300 Stück. Die getrockneten Holzdrähte wurden früher zu Zündhölzern, heute vornehmlich zu Jalousinen verarbeitet.
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